Akuter Herzinfarkt
Wir bieten mit unserer 24 Stunden Herzkatheterbereitschaft zusammen mit der Raphaelsklinik rund um die Uhr die Akutversorgung von Herzinfarktpatienten!
Der Myokardinfarkt ist eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung
des Herzens, dabei kommt es zu einem akuten Verschluss einer
Herzkranzarterie, meist durch ein Blutgerinnsel. In der Folge kommt es
zum Absterben von Teilen des Herzmuskels (Infarkt). In mehr als der
Hälfte der Fälle lag vor dem Infarkt keine hochgradige Gefäßverengung
vor, vielmehr kommt es zu einer Plaqueruptur, d.h. dem Einriss der
dünnen fibrösen Kappe einer entzündlich veränderten fettreichen
Gefäßwandveränderung.
Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein
plötzlich auftretender, mehr als 20 Minuten anhaltender und meist
starker Schmerz im Brustbereich, der in die Schultern, Arme,
Unterkiefer und Oberbauch ausstrahlen kann. Er wird oft von vegetativen
Beschwerden (Schweißausbrüchen, Übelkeit und evtl. Erbrechen)
begleitet. Allerdings treten bei etwa 25 % aller Herzinfarkte nur
geringe oder keine Beschwerden auf. In der Akutphase eines
Herzinfarktes kommt es häufig zu lebensgefährlichen
Herzrhythmusstörungen.
Der Myokardinfarkt ist eine der
Haupttodesursachen in den Industrienationen, in Deutschland erleiden
jedes Jahr etwa 280.000 Menschen einen Herzinfarkt. Etwa 30 % aller
Todesfälle beim Herzinfarkt ereignen sich vor jeder Laienhilfe oder
medizinischen Therapie.
Die Diagnose wird aufgrund der Beschwerden,
der Herzstromkurve (Elektrokardiogramm = EKG) und Laboruntersuchungen
(Herzenzyme) gestellt.
Das Ausmaß des Herzinfarktes hängen von
der Größe und Bedeutung der verschlossenen Kranzarterie, sowie dem
Bestehen eventueller Umgehungsarterien (Kollateralen) ab. Daraus
folgern auch die verbleibende Pumpkraft des Herzens und damit seine
spätere Leistungsfähigkeit. Je früher das verschlossene Herzkranzgefäß
wieder eröffnet werden kann (Lysetherapie oder Ballonkatheter), umso
kleiner ist der Herzinfarkt.
Notarzt (112)
Eine rasche Hilfe und Aufnahme in ein Krankenhaus (bevorzugt mit 24h-Herzkatheterbereitsschaft) sind also lebenswichtig, am besten sollte sofort der Notarzt (112) verständigt werden. Heutzutage ist die Behandlungsmethode der Wahl eine umgehende Herzkatheteruntersuchung und Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes mit einem Ballonkatheter (PTCA, Stent).
