Kardiologische
Gemeinschaftspraxis Dr. med. M. Castrucci | Dr. med. M. Weber

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Herzschwäche

Therapie

Patienten mit schwerer und akuter Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz) müssen häufig erst einmal im Krankenhaus behandelt werden.

Immer sollte zunächst versucht werden, die Ursache der Herzinsuffizienz zu beseitigen:

  • im Falle einer koronaren Herzkrankheit kann eine Ballondilatation, Stentimplantation oder Bypassoperation helfen
  • erhöhter Blutdruck muss gesenkt werden
  • liegt ein bedeutsamer Herzklappenfehler vor, muss ein operativer Klappenersatz geprüft werden,

Unabhängig davon ist meist eine Arzneimitteltherapie notwenig.
werden. Die medikamentöse Therapie wird von den Beschwerden und der Schwere der Herzinsuffizienz abhängig gemacht, dabei können die eingesetzten Medikamente zu einer Linderung der beschwerden führen (symptomatische Therapie) und/oder zu einer Lebensverlängerung beitragen (prognostische Indikation)
 
  • ACE-Hemmer (z.B. Captopril, Enalapril, Ramipril)
    verhindern das Voranschreiten der Herzschwäche
  • AT1-Antagonisten (z.B. Valsartan, Candesartan)
    ähneln des ACE-Hemmen und werden meist bei Unverträglichkeit (Husten) von ACE-Hemmern eingesetzt
  • Betablocker (z.B. Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol und Nebivolol)
    verringern die Herzfrequenz und den Sauerstoffbedarf des Herzens
  • Diuretika, „Wassertabletten“ (z.B. Furosemid, Torasemid)
    verstärken die Harnproduktion in den Nieren und beugen so einer
    Überwässerung des Körpers vor
  • Digitalisglykoside (Digoxin oder Digitoxin)
    bei Patienten mit zusätzlichem Vorhofflimmern oder häufigen Krankenhauseinweisungen wegen der Herzinsuffizienz

Neben den Medikamenten sind allgemeine und lebenstilverändernde Maßnahmen wichtig - im Falle eines Übergewichts ist eine Gewichtsabnahme notwendig, die Ess- und Trinkgewohnheiten müssen verändert und z.B. die tägliche Trinkmenge verringert werden, körperliche Bewegung ist wichtig und ein Alkoholgenuss sollte eingeschränkt und Nikotin unbedingt gemieden


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