Kardiologische
Gemeinschaftspraxis Dr. med. M. Castrucci | Dr. med. M. Weber

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Stressecho

Was ist eine Stressechokardiographie und wofür dient sie?

Die Stressechokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens während Belastung. Dabei wird zunächst in Ruhe und dann unter Belastung die regionale Pumpfunktion des Herzens beurteilt. Treten während der Belastungsuntersuchung Bewegungsstörungen des Herzmuskels (=Wandbewegungsstörungen) auf, spricht das für eine Minderdurchblutung und damit für ein verengtes Herzkrankgefäß (=Stenose) bzw. für eine koronare Herzerkrankung. Diese Methode ist im Nachweis bzw. Ausschluss einer Durchblutungsstörung des Herzens sehr treffsicher.

Die Stressechokardiographie hat eine wesentlich höhere Genauigkeit als das Belastungs-EKG und dient oft als weiterführende Untersuchung mit der Frage ob eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich ist. Manchmal wird sie nach der Katheteruntersuchung durchgeführt, um die Notwendigkeit eines Eingriffs (Ballonerweiterung oder Bypassoperation) zu definieren. Zudem können mit diesem Untersuchungsverfahren nach einem Herzinfarkt die noch gesunden Anteile des Herzens festgestellt werden. Manchmal wird die Stressechokardiographie auch eingesetzt um den Schweregrad einer Herzklappenveränderungen besser beurteilen zu können.


Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Die Belastung bei der Stressechokardiografie kann durch „Fahrradfahren“ auf einem Fahrradergometer erreicht werden. Alternativ kann die Belastung auch durch die Gabe eines Medikamentes, also pharmakologisch, simuliert werden – dieses Verfahren wird in unserer Praxis angewandt. Das Medikament (meist Dobutamin) lässt die Herzfrequenz ansteigen und das Herz kräftiger schlagen.  Der Herzultraschall wird dabei bei einem liegenden Patienten durchgeführt und ist damit nicht durch Körperbewegungen auf dem Fahrradergometer erschwert.

Das Medikament wird über eine Venenverweilkanüle am Arm in stufenweise gesteigerter Menge verabreicht. Währenddessen wird das Herz mit Ultraschall beobachtet und unter bestimmten Belastungsstufen, die definierten Herzfrequenzen entsprechen, Aufnahmen gemacht und im Ultraschallgerät abgespeichert. Gegebenenfalls wird noch ein zweites frequenzsteigerndes Medikament (Atropin) hinzugefügt, um eine durch das Alter des Patienten definierte Zielherzfrequenz zu ereichen. Falls Sie unter einer Augeninnendruckerhöhung (= Glaukom oder grüner Star) leiden, dürfen Sie das Herzfrequenzsteigernde Medikament Atropin nicht erhalten, bitte teilen Sie uns dies unbedingt mit. Die Untersuchung dauert insgesamt etwa 30 Minuten. Als mögliche Komplikationen können Herzrhythmusstörungen auftreten.


Was ist vor und nach der Untersuchung zu beachten?

Bestimmte Medikamente müssen vor der Untersuchung pausiert werden. Namentlich dürfen Betablocker 3 Tage vor der Untersuchung nicht mehr eingenommen werden. Am Untersuchungstag müssen Medikamente, die die Herzkranzgefäße erweitern können (z.B. Nitrate oder Amlodipin), weggelassen werden, da sie das Ergebnis beeinflussen können.

Nach der Untersuchung sollten sie noch ca. 20 Minuten in der Praxis verweilen, damit sich der Herzschlag wieder vollständig beruhigt hat.  Danach können Sie die Praxis verlassen und wieder alles unternehmen.


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